Habsburger

Die Habsburger waren eine der mächtigsten europäischen Herrscherdynastien. Sie regierten zu unterschiedlichen Zeiten in Österreich, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Kroatien, Spanien, Portugal und vielen anderen Ländern.

Der erste geschichtlich erwähnte Habsburger war Guntram der Reiche, obwohl der Grund für diese Erwähnung wenig ehrenvoll war. Wegen Hochverrates entzog Otto I. im Jahre 952 diesem Grafen von Elsass mehrere Ländereien. Es folgten jedoch auch glücklichere Zeiten. Ein wichtiger Schritt erfolgte im Jahre 1273, als Rudolf zum römisch-deutschen König gewählt wurde und 5 Jahre später auch Österreich in die eigenen Gebieten integrierte. Karl V. konnte im Jahre 1516 noch dazu spanische Gebiete erben, was nach seinem Tod zur Spaltung der Habsburger führte. Sein Bruder Ferdinand I. bekam das Heilige Römische Reich und sein Sohn Philipp II. erhielt Spanien, wo die Habsburger bis zum Jahr 1700 an der Macht blieben. Die österreichische Linie wurde 80 Jahre später mit dem Tod von Maria Theresia unterbrochen. Ihre Nachkommen regierten jedoch weiter als Habsburg-Lothringen. Der letzte regierende Herrscher aus dieser Dynastie war Karl I., Kaiser von Österreich-Ungarn, der im Jahre 1918 abdankte.

Heute übernehmen die Vertreter der Dynastie keine wichtige staatliche Aufgaben mehr, bleiben jedoch aktive Teilnehmer des öffentlichen und politischen Lebens. So war Karl Habsburg-Lothringen, Enkel des letzten österreichischen Kaisers, ein Abgeordneter des Europa-Parlaments und rief sogar eine eigene Partei ins Leben.

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