Kykladenkultur

Die Kykladenkultur entstand auf den Mittelmeerinseln der Kykladen um 3500 v.Chr. Obwohl die Kultur sich deutlich früher entwickelte als andere frühgeschichtliche Kulturen, erreichte sie jedoch nicht die Stufe der Minoischen oder Mykenischen Zivilisation. Selbst die Verwendung der Schrift (was die notwendige Bedingung für eine Hochkultur ist) geht wahrscheinlich auf die Minoer zurück. Allerdings kann auch die Kykladenkultur auf bemerkenswerte Errungenschaften zurück blicken.

Die ersten menschliche Siedlungen auf den Kykladen (Saliagos, Milos, Mykonos) datieren auf die Steinzeit. Dank den Vorkommen von Obsidian (Milos), Hämatit (Kea) und Marmor (Paros, Naxos) stellten die Bewohner der Kykladen enge Handelsbeziehungen mit den Völkern des Mittelmeerraums her und erreichten zu Beginn der Bronzezeit eine relativ hohe Stufe der Zivilisation. Leider sind von dieser Kultur weder repräsentative Bauten, noch schriftliche Zeugnisse geblieben. So fehlt uns heute jegliche Information über die gesellschaftliche Organisation oder das alltägliche Leben auf den Kykladen in dieser Epoche. Zahlreiche Gräber und unzählige Kunstgegenstände zeugen jedoch von den herausragenden Fertigkeiten kykladischer Meister.

Seit dem 2. Jahrtausend v.Chr. wurde der Einfluss der minoischen Zivilisation spürbar und seit ca. 14500 v.Chr. verlor die Kykladenkultur ihre Selbständigkeit.

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