Mykenische Kultur

Die Mykenische Kultur entstand um 2700 v.Chr. auf dem griechischen Festland und bekam ihren Namen von der Stadt Mykene. Sie profitierte von den Errungenschaften der Kykladischen und Minoischen Zivilisationen, die sie im 15. / 13. Jahrhundert v.Chr. eroberten. Ihre Siedlungen (Mykene, Tiryns u.a.) zeugen von einem hohen Stand wirtschaftlicher und kultureller Entwicklung und erinnern an die minoischen Paläste, jedoch waren fast alle ihre Städte stark befestigt. Die Befestigungsmauern wurden aus unbearbeiteten Steinblöken errichtet, die nicht selten ein Gewicht von 12 Tonnen erreichten. Außerdem kolonisierten sie mehrere Inseln im Mittelmeer und gründeten zahlreiche Siedlungen auf dem Festland, die sich in der Antike zu mächtigen Stadt-Staaten entwickelten: Athen, Korinth, Delphi, Theben...
 
Seit dem 13. Jahrhundert v.Chr. erweiterten die Mykener ihren Einflussbereich und gründeten mehrere Kolonien von Nordafrika bis zum Kaukasus. Im 12. Jahrhundert v.Chr. zeigten sich die ersten Zeichen des Untergangs der Mykenischen Zivilisation. Einige Siedlungen wurden zerstört und, nach den Ausgrabungen zu urteilen, sank das allgemeine Niveau der Kultur deutlich. Der Anfang des 11. Jahrhunderts v.Chr. gilt als das Ende der Mykenischen Zivilisation. Die nachfolgende geschichtliche Periode wird auf Grund fehlender Informationen als „Dunkle Jahrhunderte“ bezeichnet.

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