Algarve

Die Algarve ist die südlichste Region Portugals und das beliebtestes Erholungsgebiet des Landes. Verwaltungstechnisch ist die Algarve identisch mit dem Distrikt Faro. Der Verwaltungssitz ist die Stadt Faro. Die Algarve grenzt im Norden an die Region Alentejo und im Osten an Spanien. Im Süden und Westen liegt der Atlantische Ozean.

Die Region weist eine Fläche von 4,9 Tausend Quadratkilometer auf. Hier leben 400 Tausend Menschen.

Das Relief ist hügelig bis gebirgig. Die höchste Erhebung ist der Pico da Foia mit 902 Metern. Die 200 Kilometer lange Küste bietet viel Abwechslung mit ihren steil abfallenden Klippen und Sandstränden. Das Klima ist mediterran, jedoch mit starken atlantischen Einflüssen, die reichlich Niederschläge in die Region bringen und sich günstig auf die Vegetation auswirken.

Das Gebiet der Algarve wurde in vorgeschichtlicher Periode durch die Iberer besiedelt. Aus dieser Zeit sind bis heute noch mehrere Nekropole erhalten geblieben. Im 1. Jahrtausend v.Chr. drangen die Kelten ein und vermischten sich nach und nach mit der ansässigen Bevölkerung. Im 2. Jahrhundert v.Chr. eroberten die Römer diese Gebiete und errichteten zahlreiche Villen (Abicada, Vilamoura). Nach dem Zusammenbruch des römischen Imperiums kamen die Goten in die Gebiete der heutigen Algarve, die im 8. Jahrhundert von den Mauren verdrängt wurden. Ihre Herrschaft dauerte bis ins 3. Jahrhundert. Im Jahre 1250 kam die Algarve zu Portugal.

In der regionalen Wirtschaftsstruktur dominieren die Landwirtschaft (Weinanbau, Korkenproduktion, Fischfang) und der Tourismus. Neben dem Badetourismus (Arrifana, Barriga, Barril, Lagos, Dona Ana) und dem Golfsport (Vale de Lobo, Quinta do Lago, SulVilamoura) ist auch das kulturelle Erbe der Region (Faro, Lagos, Pedra do Alagar, Tavira) durchaus interessant.

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