Puschkin, Alexander

Geburtsdatum: 6. Juni 1799
Geburtsort: Moskau
Sterbedatum: 10. Februar 1837
Sterbeort: Sankt Petersburg

Alexander Sergejewitsch Puschkin ist zweifellos der bedeutendste russische Dichter. Er entstammte einem alten russischen Adelsgeschlecht, das auf Alexander, den Großfürst von Tver (1301-1339), zurück geht.

Alexander Puschkin studierte in der Eliteschule für Jungen in Zarskoje Selo, wo er eine gründliche Ausbildung in Geschichte, Literatur und bildenden Künsten erhielt. Bereits als Schüler begann er Gedichte zu schreiben, die von Derschawin, dem führenden Dichter dieser Zeit, hoch geschätzt und in einer Zeitschrift veröffentlicht wurden.

Zwischen 1818 und 1820 schrieb Alexander Puschkin mehrere Gedichte, die das zaristische Regime als „politisch“ einstuft und er muss Sankt Petersburg verlassen. Puschkin bereist die südlichen Gebiete des damaligen Russischen Imperiums (Krim, Odessa, Chisinau) und arbeitet sehr viel. Erst nachdem Nikolaus I. zum Zar gekrönt wurde, konnte sich Puschkin wieder in Sankt Petersburg und Moskau aufhalten. Hier machte er Bekanntschaft mit der 16-jährigen Natalja Gontscharowa. Alexander Puschkin verliebte sich und heiratete sie im Jahre 1931. Wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit hatte Natalja zahlreiche Verehrer und ihr Mann wurde Opfer spötterischer Gespräche und Briefe. Es blieb ihm keine andere Wahl, als einen der offensichtlichen Beleidiger, den Franzosen Georges-Charles d'Anthès, zum Duell herauszufordern. Während dieses Duells wurde Puschkin tödlich verletzt. Er starb am 10. Februar 1837 in Sankt Petersburg.

Alexander Puschkin ist als Dichter berühmt geworden (An Čaadaev, Ich liebte dich..., Abschied, Ein Denkmal schuf ich mir). Sein bekanntestes Werk ist der Versroman Eugen Onegin, an dem er 6 Jahre lang arbeitete. In den 30-er Jahren widmete er der Prosa mehr Zeit. Es entstanden mehrere Romane und Erzählungen (Die Hauptmannstochter, Dubrovsky, Pique Dame u.a.). Sein Talent war ihm nicht zu schade, um auch für Kinder zu schreiben. Puschkins Märchen (Das Märchen vom Fischer und dem goldenem Fischlein, Das Märchen vom goldenen Hahn, Zar Saltan, Das Märchen von der toten Prinzessin und den sieben Recken) werden noch heute in großen Auflagen verlegt.

Außerdem gilt Puschkin als Begründer der modernen russischen Sprache. Zu seiner Zeit sprach die Oberschicht Französisch und Russisch galt als die Sprache der ungebildeten Unterschicht. Puschkin machte die russische Sprache nicht nur salonfähig, sondern schuf durch die Verwendung von umgangssprachlichen Elementen eine klare und verständliche Sprache, die (mit Ausnahme der veralteten Begriffe) noch heute gesprochen wird.

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