Sewastopol

Sewastopol ist die zweitgrößte Stadt auf der Halbinsel Krim und der Heimathafen der Schwarzmeerflotte. Auf Grund ihrer strategischen Bedeutung wird Sewastopol keiner ukrainischen Region zugeordnet, sondern, genauso wie Kiew, direkt der ukrainischen Regierung unterstellt. Dem Gemeinderat von Sewastopol sind weitere 31 Siedlungen untergestellt (Inkerman, Katscha u.a.).

Die erste Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Sewastopol wurde im 5. Jahrhundert v.Chr. durch die griechischen Kolonisten gegründet. Die Stadt selbst entstand erst im Jahre 1783 als eine maritime Festung, die schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts der wichtigste Stützpunkt der Russischen Flotte auf dem Schwarzen Meer wurde. Im Krimkrieg spielte Sewastopol eine Schlüsselrolle, wurde jedoch während der Belagerung weitgehend zerstört. Nach dem Wiederaufbau prosperierte die Stadt zunächst als Handelshafen und später als Militärfestung. Während des 2. Weltkrieges wurde Sewastopol erneut zerstört und in den 50-er Jahren wieder aufgebaut. Trotz zahlreicher Sehenswürdigkeiten (Balaklawa, Chersones, Panorama-Museum), beschloss die Regierung der Sowjetunion auf Grund der militärischen Bedeutung die Stadt für den Tourismus zu schließen. Der Zugang zu Sewastopol war nur mit einem Passierschein erlaubt. Erst im Jahre 1991 ermöglichte man einen freien Zugang zur Stadt.