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1. Geschichte

4. Antike


Nach dem Zusammenbruch der frühgeschichtlichen Zivilisationen um 1100 v.Chr. entstand auf dem Gebiet des heutigen Griechenlands eine neue Kultur, die im Vergleich zu den benachbarten Kelten, Skythen, Thraker u.a. nicht nur über eine Schrift verfügte, sondern auch eine bemerkenswerte Literatur (Homer, Hesiod, Pindar, Aischylos, Sophokles, Euripides), Philosophie (Platon, Aristoteles), Bildhauerei (Phidias) und Wissenschaft (Hippokrates, Euklid) schuf.
 
Im 8. / 6. Jahrhundert v.Chr. konzentrierte sich das Leben in den Städten, die eine staatsähnliche Organisation aufwiesen, je nach Form eine Oligarchie in Sparta, Korinth, Kreta oder eine Demokratie in Athen, Argos u.a. In den zwei nachfolgenden Jahrhunderten erweiterte Athen ihren Einfluss auf umliegende Gebiete, bis sie im Peloponnesischen Krieg Sparta unterlag. Dieser Krieg entkräftete beide Seiten, was sich Makedonien zu Nutze machen konnte. Nach und nach unterwarf Philipp II. von Makedonien ganz Griechenland und eröffnete damit seinem Sohn Alexander eine glorreiche Zukunft. Nach 10 Jahren Eroberungskriegen schuf Alexander der Große ein Imperium, das bis nach Indien reichte. Nach seinem Tod zerfiel jedoch sein Reich in mehrere militärische Bündnisse, die die Herrschaft über Griechenland beanspruchten.
 
Inzwischen gewann auch Rom an Einfluss und vor allem nach den Erfolgen in den Punischen Kriegen gelang es Rom seine Herrschaft über Griechenland auszudehnen. Mit der Zeit unterwarfen die Römer zuerst den gesamten Mittelmeerraum und danach umfangreiche Gebiete von Schottland bis Nordafrika und von Portugal bis Armenien. Ein Reich mit 6,5 Mio. Quadratkilometern war natürlich schwer zu regieren. Um die Effizienz der Regierung zu erhöhen wurde im Jahre 293 das Imperium in zwei Hälften (östliche und westliche) aufgeteilt, die durch zwei Ko-Imperatoren befehligt wurden. Im 4. Jahrhundert verselbständigte sich der östliche Teil des Römischen Imperiums mit der Hauptstadt Byzanz und existierte über 10 Jahrhunderte als das Byzantinische Reich.
 
Das Weströmische Reich hatte weniger Glück. Bereits seit Mitte des 3. Jahrhunderts begannen die Franken und Alemannen in das römische Reich einzudringen. Die römischen Imperatoren konnten dem nichts entgegensetzen und erlaubten den Franken, unter der Bedingung die nordöstliche Grenze zu verteidigen, das Gebiet zwischen Schelde und Maas zu besiedeln. Die Alemannen übernahmen das Gebiet des heutigen Elsass. Anfang des 5. Jahrhunderts drangen Westgoten in das Römische Imperium ein und erlangten das Recht auf Gründung ihres Königreiches auf dem Gebiet der Gallia Narbonesis mit Hauptstadt Toulouse. Das Rhônetal wurde von Burgundern besetzt, die ebenfalls einen Vertrag mit dem römischen Imperium abschlossen. Diese Angriffe von Außen und interne Aufstände schwächten die Macht Roms. Die Entthronung des letzten römischen Imperators im Jahre 476 hatte letztendlich keine Bedeutung, denn zu diesem Zeitpunkt bestand das Land bereits aus einigen selbständigen Königreichen, die nicht mehr unter dem Einfluss Roms standen.



Publiziert am: 2008-01-06 (1194 mal gelesen)

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  • 3.3. Mykenische Kultur
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