Seit dem Beginn der europäischen Geschichte und bis ins 19. Jahrhundert war die Landwirtschaft der führende Wirtschaftssektor. Erst während der Neueren Geschichte wurde sie von der Industrie überholt und nach der explosiven Evolution der Dienstleistungen während der Neuesten Geschichte stieg sie auf den letzten Platz ab. Heute besitzt nur Albanien und Kasachstan einen Anteil der Landwirtschaft am BIP mit weit über 35%. In den entwickelten Industrieländern neigt sich dieser Anteil gegen 2% oder sogar 1% wie z.B. in Deutschland und Großbritannien. Auch verringern sich auf Grund der Intensivierung der Produktion die Anbauflächen und die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor. Die Intensivierung der Produktion führt jedoch nicht nur zu sozialen Problemen, sondern hat auf Grund der Verwendung von Düngemitteln und Insektenbekämpfungsmitteln nicht selten weitreichende Folgen für das gesamte ökologische System.
Die Hauptaufgabe der Landwirtschaft besteht in der Erzeugung von Nahrungsmitteln, sowie in der Produktion einiger Rohstoffe für die Industrie. Je nach Art der Erzeugnisse unterscheidet man zwischen Pflanzenproduktion und Tierhaltung.